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Licht

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Das Wichtigste in Kürze Bearbeiten

  • Vorab planen, wo wird wieviel Licht benötigt.
    In Durchgangsräumen reicht weniger Licht aus als beim Lesen am Arbeitsplatz. Watt-Zahlen der Leuchtmittel auf diesen Bedarf abstimmen.
  • Energiesparlampen verwenden.
    Normale Glühlampen wandeln einen Großteil ihrer Energie in ungenutzte Wärme um.
  • Haltbarkeit der Lampen.
    Irgendwann gehen auch diese Lampen kaputt. Leider sind sie Sondermüll - zurück zum Fachhandel bringen.
  • Stromquelle.
    z.B. im Garten Solar-Lampen mit LEDs verwenden.

Arten der Leuchtmittel Bearbeiten

Glühlampe Bearbeiten

Verbrauch: In der Regel zwischen 15 und 50 Watt, je nach Verwendungszweck und Helligkeit.

Vorteil:

  • Helle Lichtausbeute. Matte Glühlampen sollten vermieden werden.
  • Kann einen ganzen Raum ausleuchten.
  • Angenehmes, "warmes" Licht. Volles Lichtspektrum.
  • Preiswert in der Anschaffung und Herstellung, bewährte Technik.
  • frei von giftigen Stoffen

Nachteil:

  • Schlechte Effizienz, der Großteil der verwendeten Energie wird in ungenutzte Wärme umgewandelt.
  • Geringe Haltbarkeit.
  • Empfindlich gegen Erschütterungen.

Leuchtstoffröhren (Neonröhren) Bearbeiten

Verbrauch: In der Regel zwischen 10 und 30 Watt.

Vorteil:

  • Helle Lichtausbeute.
  • Preiswert in der Anschaffung und Herstellung.

Nachteil:

  • "Kalt" wirkendes Weißlicht (hoher Blauanteil).
  • Zusätzliche Technik nötig (Starterelektronik).
  • Entsorgung der Röhren als Sondermüll, da zum Teil Quecksilber enthalten ist.

Halogenlampen Bearbeiten

Verbrauch: Zwischen 25 und 50 Watt, bei Deckenflutern auch bis zu 300 Watt!

Vorteil:

  • Sehr hell.
  • Können als Spot zur effektvollen Beleuchtung von Gegenständenn verwendet werden.
  • Einbau in Möbeln oder in Decken möglich.

Nachteil:

  • Werden sehr heiß, sind aber etwas effektiver als vergleichbare Glühlampen.
  • Teurer als Glühlampen, halten aber länger.
  • Emittieren UV-Licht (wird durch Filterglas reduziert).
  • Transformator nötig (teilweise in Lampe eingebaut).

Energiesparlampen (Röhren) Bearbeiten

Verbrauch: Zwischen 5 und 20 Watt.

Vorteil:

  • Günstiger Verbrauch.
  • Lange Haltbarkeit.

Nachteil:

  • Oft "kalt" wirkendes Weißlicht. Inzwischen gibt es auch "warmes" Weißlicht, haben dennoch nicht das volle Lichtspektrum.
  • Anschaffung teurer.
  • Bei kalten Temperaturen dauert es, bis volle Lichtleistung erreicht ist.
  • Elektrosmog.
  • Eher für den Dauerbetrieb geeignet, sollten nicht häufig an- und ausgeschaltet werden.
  • Entsorgung der Röhren als Sondermüll, da zum Teil Quecksilber enthalten ist.

LED Lampen Bearbeiten

Verbrauch: Zwischen 2 und 10 Watt.

Vorteil:

  • Sehr günstiger Verbrauch.
  • Lange Haltbarkeit.
  • Unempfindlich gegen Temperatur und Erschütterung.
  • Kleine Baugröße, leicht einzubauen.

Nachteil:

  • Lichtausbeute gering. Geringer als bei Energiesparlampen, evtl. mehrere Lampen erforderlich.
  • Meist schmaler Lichtkegel (Spot), zum Ausleuchten eines Raums mehrere Lampen erforderlich.
  • Anschaffung teurer (weil mehrere kleine LEDs zu einer Lampe gebündelt oder Spezialversionen einer Leuchtdiode).
  • Transformator nötig (teilweise in Lampe eingebaut).

Direkte vs. indirekte Beleuchtung Bearbeiten

Deckenfluter sollte man vermeiden:

  • zum einen verwenden sie meist ineffiziente Halogenlampen (300 Watt sind üblich)
  • zum anderen ist indirekte Deckenbeleuchtung generell ineffizient

Vergleich Lichtausbeute Bearbeiten

Um die Lichtausbeute der verschiedenen Leuchtmittel vergleichen zu können, wird die Meßeinheit Lumen verwendet - je größer der Wert, um so heller das Licht. Um ähnliches stimmungsvolles Licht zu haben, sollte auf die Farbtemperatur geachtet werden - je geringer der Wert, umso "wärmer" wirkt das Licht.

Anbei einige Erfahrungswerte (bitte um Ergänzung!):

Beispiel 1: Badezimmer "Alibert" Schrank Glühlampe 2x 40 Watt -> Energiesparlampe 2x 8 Watt

Beispiel 2: Wohnzimmerlampe Glühlampe 1x50 Watt -> Halogenlampe 1x28 Watt -> Energiesparlampe 1x11 Watt -> LED-Lampe 2x 5 Watt (nur als Lichtkegel!)

Hintergründe und LinksBearbeiten

DiskussionBearbeiten

Energiesparlampen müssen her! Was ein ganzer Kontinent einfach so per Gesetz vorschreibt (Australien), kann für uns nicht schlecht sein. Übrigens: Das alte Gerücht, Energiesparlampen würden beim Einschalten extrem viel Energie verbrauchen, stimmt nicht! Sie verbrauchen kurzfristig (!) soviel Strom wie eine normale Glühbirne und dann geht die Verbrauchskurve auch schon ganz schnell wieder herunter.

Eine solche Energiesparlampe wäre selbst dann noch günstig, wenn sie 40 Euro kosten würde, denn man spart 50 Euro Strom ein über die komplette Lebenzeit der Lampe, verglichen mit dem Glühbirnen-Modell. Zum großen Glück muss dies jedoch nicht sein: Die extrem billigen Energiesparlampen von Aldi und Ikea sind qualitativ (fast) ebenbürtig zu den teuren Sorten und kosten nur wenig mehr als normale Glühbirnen (siehe Stiftung Warentest). Jedoch sollte man bei konsequenter Betrachtung auch die ökologischen Rahmenbedingungen bei der Herstellung bedenken. IKEA produziert seine Energiesparbirnen, wie den größten Teil seiner gesamten Produktion, in China, wo Umweltschutzgesetze immer noch ein Fremdwort sind, wie natürlich auch Arbeitsschutzgesetze und soziale Absicherung. Wenn man also nicht die Produktionsbedingungen für jede Birne genau nachvollziehen will, muss man wohl den Aufschlag für 'Made in Germany' bezahlen, um halbwegs sicher sein zu können, dass gewisse Standards gewährleistet sind. Und wenn man auch dort oft einen Namen mitbezahlt, man bezahlt auch (hoffentlich) einen gut bezahlten Wissenschaftler mit, der unter Umständen die nächste Generation energiesparender Birnen entwickelt. Den bezahlt IKEA von ihrem knappen Budget sicherlich nicht.

Außerdem schalten sich die Energiesparlampen der neuen Generation auch schneller ein als früher, die Licht-Verzögerung ist inzwischen etwas besser geworden (Temperaturabhängig). Inzwischen gibt es auch dimmbare Energiesparlampen.

LEDs sind eine gute Alternative zu Halogenstrahlern, zur Zeit aber leider nur als Punktstrahler geeignet.


Die Zeitschrift Öko-Test kam in der Ausgabe 10/2008 zum Ergebnis, dass Energiesparlampen weniger Einsparpotential als versprochen und eine schlechte Lichtqualität bieten und zusätzlich Elektrosmog verbreiten. Ausserdem sei das enthaltene Quecksilber ein Problem [1].

Allerdings

  1. gibt es laut WHO trotz ausgiebiger Forschung (ca. 25.000 Studien) keinen Nachweis für die Schädlichkeit schwacher elektromagnetischer Strahlung
  2. wären 50-70% Energieeinsparung immer noch erheblich, und gute Energiesparlampen haben eine noch bessere Effizienz.
  3. ist die Lichtqualität eniger Energiespar-Glühbirnen hervorragend (siehe unten: Anbieter).
  4. Ja, die Lampen enthalten Quecksilber, welches in die Umwelt gelangen kann. Jedoch bedeutet längere Haltbarkeit auch Quecksilbereinsparung bei der Produktion der Lampen. Ebenso wird durch den geringeren Energieverbrauch Quecksilber bei der Stromerzeugung durch Kohleverbrennung eingespart. Also auch dieser Punkt gilt so nicht (siehe: [2]).

Unterm Strich gilt also: es gibt viele schlechte Energiesparlampen, und man sollte sich [3] informieren, bevor man welche kauft. An Orten am denen nur selten Licht benötigt wird (Kellerräume, Abstellraum), sind Energiesparlampen eher kontraproduktiv. Hier empfiehlt sich ein Austausch frühestens wenn die Glühlampe defekt ist. Und dann acuh nicht in eine klassisch Energieparlampe, sondern eher in eine sparsame Halogenlampe.


Anbieter von EnergiesparlampenBearbeiten


Gegenüberstellung des Energiebedarfs in der Herstellung und EntsorgungBearbeiten

Energieverbrauch          Watt/Herstellung  -  Watt/Entsorgung  -  Betrieb Einsparung  -  Diff./Watt/pro Jahr 
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Herkömmliche Lampe              ?                    ?                    -                      ±
Energiesparlampe                ?                    ?                    ?                      ±


Verbrauchsvergleich: - Eine 100 Watt (W) Glühlampe verbraucht in 10 Stunden, 1Kilowatt (KW). - Eine 20W Halogenlampe verbraucht in 50 Stunden, 1KW. - Eine 20W Neonröhre verbraucht ebenfalls erst nach 50 Stunden, 1KW. - Eine 10W Energiesparlampe verbraucht in 100 Stunden, 1KW. - Eine 1W LED-Lampe verbraucht in 1000 Stunden, 1KW.

Durchschnittlich werden Lampen ca. 3 Stunden täglich eingeschaltet. Das ergibt bei ca. 15 Cent pro KW folgende Jahreskosten: 100W Glühlampe = ca. 16,50 Euro 20W Halogenlampe bzw. Neonröhre = ca. 3,50 Euro 10W Energiesparlampe = ca. 1,75 Euro 1W LED-Lampe = ca. 0,20 Euro

http://www.wendepunkt.de/umweltschutz/klima_4.htm

Spezielle ProdukteBearbeiten

Bei Ikea gibt es die Sunnan Arbeitsleuchte. Sie ist eine Tischlampe mit LED, Solarzelle und einem Akku. Die Solarzelle lädt tagsüber den Akku, so dass sie bei Dunkelheit mehrere Stunden Licht abgeben kann.

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