FANDOM


http://www.energieeffizienz-jetzt.de/

Kampagne energieeffizienz - jetzt! für Haushalte und Unternehmen Bearbeiten

Die Kampagne energieeffizienz - jetzt! fördert die intelligente Nutzung von Energie in Haushalten und Unternehmen. Mit Informationen zu energieeffizienten Produkten, der Beteiligung an politischen Ereignissen zu den Themen Energie und Klima, der Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Regelungen bei verschiedenen Warengruppen und der Qualifizierung von Energieeffizienz-Managern in kleinen und mittleren Unternehmen machen sich namhafte Partner stark für eine CO2-reduzierte Zukunft: Öko-Institut, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Deutsche Umwelthilfe und B.A.U.M. unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings - gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Energieeffizienz ist breit aufgestellt

Vor drei Jahren vereinbarten Mitgliedsverbände des DNR und andere namhafte Umweltorganisationen eine Initiative, mit der auch in den Sektoren Gebäude, Kraft-Wärme-Kopplung und Verkehr Energieeffizienz initiiert werden sollte. Dieses Konzept wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt nicht gefördert und musste in seinem Umfang reduziert werden. Mittlerweile erfährt die Kampagne Rückenwind durch die Beschlüsse der Bundesregierung, den Sachverständigenrat für Umweltfragen, andere Organisationen und gesetzliche Regelungen wie die EU-Ökodesign-Richtline.

So beschreibt die Effizienz-Strategie der Bundesregierung Maßnahmen im Bereich der Nutzung von Energie in Gebäuden, Fahrzeugen, in der Industrie und durch hocheffiziente Kraftwerke. Damit will sie die Energiekosten in Deutschland bis 2020 um mehr als 20 Milliarden € senken. Der Energiemix der Zukunft besteht für die Bundesregierung aus Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.

In seinem Gutachten 2008 hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen die Bedeutung der Energieeffizienz als Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Klimastrategie hervorgehoben. Außerdem sei Energieeffizienz der profitabelste Weg.

Bei den Energie verbrauchenden Geräten wird der "Top-Runner", das marktbeste Gerät, als immer wieder zu erreichender Standard favorisiert. Die europäische Öko-Design-Richtlinie für Energie verbrauchende Produkte muss schneller, anspruchsvoller und zunächst mit Ausrichtung auf Energieeffizienz umgesetzt werden.

Die ungenutzten wirtschaftlichen Potenziale zur Energieeffizienz-Steigerung belegen, dass die Marktakteure noch unzureichend auf die schwindenden Energievorräte reagieren. Verbraucher sind schlecht über den Stromverbrauch von Haushalts- und Bürogeräten informiert. Mit Rat und Tat Potenziale erschließen

Die Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen in Haushalten und Unternehmen erfordert schnelles Handeln, will man die Klimaziele erreichen. Deshalb will die Kampagne die Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen mit besonderen Aktionen in Gang bringen.

Bündnispartner Öko-Institut hält hierfür auf seiner Webseite www.ecotopten.de Produktempfehlungen für verbrauchsarme Geräte und energieeffizientes Verbraucherverhalten vor. In 10 Produktfeldern, „Wohnen“, „Mobil sein“, „Essen & trinken“, „Kühlen, kochen, spülen“, „Hose, Hemd & Co.“, „Wäsche waschen & trocknen“, „Informieren & kommunizieren“, „Fernsehen & Co.“, „Strom beziehen“ und „Geld anlegen“, kann sich der Verbraucher Produktempfehlungen holen, die ihm in den Geschäften nicht gegeben werden können. Welches Gerät ist am energieeffizientesten? Wie kann der Umgang mit dem Gerät energieeffizient gestaltet werden? Welche Technik steckt dahinter und was kostet sein Betrieb?

In den Produktempfehlungen der EcoTopTen-Macher stecken mehr als Energiebetrachtungen. Zum Gesamtergebnis tragen auch Folgekosten, ökologische Mindestkriterien, Preisobergrenzen, Qualitätsurteile und Referenz-Produkte, die die Eco-Top-Ten-Kriterien nicht erfüllen, bei.

In die gleiche Richtung arbeitet der Kooperationspartner BUND. Mit seinen Marktanalysen liefert er Informationen zum Stromverbrauch einzelner Gerätegruppen. Die kürzlich veröffentlichte Marktanalyse zu sparsamen Kühlgeräten zeigt das enorme Einsparpotenzial von rund 50% in dieser Warengruppe auf. Ein günstiges, als sparsam angepriesenes Gerät entpuppt sich im Betrieb allzu oft als echter Stromfresser und die werden überwiegend angeboten.

Die Marktanalyse zeigt demnach vor allem auf, dass sparsame Geräte auf dem Markt nicht angeboten werden, bzw. dem Verbraucher nicht vermittelt werden. Im Juni dieses Jahres wurden neben drei Elektromarkt-Ketten drei Versandhäuser und vier Online- Shops untersucht. Das Ergebnis: Die Hälfte der Kühl-Gefrierkombinationen erfüllt nicht die Anforderungen der Effizienzklasse A+. Der Anteil der effizientesten A++-Geräte liegt zumeist bei unter zehn Prozent.

Das ist verständlich, wenn man sich die Preise der energieeffizienten Geräte anschaut. Sie liegen doppelt bis dreimal so hoch wie die energieintensiven Billiggeräte. Für einen sozial schwachen Haushalt eine kaum zu überwindende Kaufbarriere. Um so erfreulicher ist, dass es dem BUND gelang, mit MediMax, Electronic Partner (EP), Innova, Quelle, Neckermann und Otto Handelsunternehmen dafür zu gewinnen, vom 29. August bis zum 29. September insgesamt rund 30 A++-Kühlgerätemodelle zum Teil günstiger anzubieten, bzw. Altgeräte beim Kunden kostenlos abzuholen.

In diesem Sinne setzt sich der Kooperationspartner BUND für ein Marktanreizprogramm ein. Ein Energieeffizienzfonds aus den Erlösen des Verkaufs von Emissionsrechten in der Höhe von 300-500 Mio €, der auch schon bei den Regierungsparteien auf dem Programm stand, soll dafür sorgen, dass Verbraucher beim Kauf von effizienten Geräten gefördert werden können.

Im Bereich der Gesetzgebung berät die EU zur Zeit über Verbrauchsvorgaben für energiebetriebene Produkte (Ökodesign-Richtline 2005/32/EG). 80% aller Umweltauswirkungen eines Produktes werden bereits durch seinen Aufbau festgelegt. In diesem Gesetzgebungsverfahren beteiligt sich der BUND als Beobachter um sicher zustellen, dass die Energieeffizienz-Potenziale voll ausgeschöpft werden. Durch strengere Grenzwerte beim Geräte-Design können 25% CO2 eingespart werden bezogen auf das EU-Ziel für 2020.

Ein weiterer Ansatzpunkt der Kampagne ist die Umsetzung der Energieeffizienz-Kennzeichnung im Handel. Diese Aufgabe hat der Kooperationspartner DUH übernommen. Oft können Verbraucher im Geschäft und im Internet keine Informationen zum Energieverbrauch eines Gerätes erhalten, entweder, weil das vorgeschriebene EU-Label dazu fehlt oder unvollständig ist oder weil kein Ansprechpartner anwesend ist. Bis zu 45 % des Stromverbrauchs in privaten Haushalten in Deutschland sind auf den Betrieb von Kühlschrank, Waschmaschine, Backofen & Co. zurückzuführen.

Nach dem Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG), der Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV) sowie der zugrunde liegenden EU-Richtlinie 92/75/EWG müssen größere Elektrohaushaltsgeräte nach einem standardisierten Messverfahren einer Energieeffizienzklasse auf einer Skala von A (= niedriger Energieverbrauch) bis G (= hoher Energieverbrauch) zugeordnet werden. Dies kann der Verbraucher am Label (Startseite von www.energieeffizienz-jetzt.de) ablesen.

Die Kontrolle über die Einhaltung dieser Regelungen liegt bei den Ländern, wird aber gar nicht oder nur wenig tatsächlich ausgeübt.

Im Rahmen der Kampagne wird durch Vorort-Begehungen und Internet-Recherchen die Einhaltung der Auszeichnungsregelungen überwacht. Bei Verstößen reagieren die Handelsunternehmen oft prompt mit der korrekten Auszeichnung. Selten muss die Klagebefugnis des Partners DUH eingesetzt werden.

Ein betriebsbezogenes Arbeitspaket hat der Kooperationspartner B.A.U.M. geschnürt. Sein betriebliches Energie-Effizienz-Programm – kurz B.E.E. genannt, hilft, durch ein Coaching- und Qualifizierungsprogramm in den Betrieben energieeffiziente Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehört auch ein Energie-Check.

Im Qualifizierungsprogramm können Mitarbeiter über einen Zeitraum von sechs Monaten berufsbegleitend einen zertifizierten Abschluss als Energieeffizienz-Manager erhalten. Für die konkrete Arbeit im Unternehmen erhalten sie in diesem Zeitraum von Fachleuten ein Coaching inklusive Unterstützung vor Ort.

In einer Pressekonferenz in Berlin hat sich am 25.8.08 das Kampagnen-Bündnis der Öffentlichkeit mit seinen ersten Ergebnissen vorgestellt. Jetzt gilt es, die Öffentlichkeit für die Nutzung der verfügbarsten Energieform, der Energieeffizienz, zu mobilisieren.

geschrieben von Klemens Gieles, DNR Projektkoordinator

Kampagne energieeffizienz – jetzt! für Haushalte und Unternehmen

mehr unter http://www.energieeffizienz-jetzt.de/ --84.170.27.134 09:18, 9. Feb 2009 (UTC)

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki